Übernachtung im Hallenbad

Übernachtung im Hallenbad oder die
„magische Zahl 79“
Die erste Aktion des neuen Jugendausschusses war die geplante Übernachtung im Hallenbad. Das hat es schon öfter gegeben, mit 20 bis 30 Kindern.
Also, kein Problem! Das schaffen wir.
Dachten wir! Es kamen Anmeldungen über Anmeldungen! Samstag kam dann die Anmeldung mit der Nummer 79!
Egal, ob es jetzt 78 oder 79 Kinder sind, das schaffen wir!
Als die Kinder dann mit ihrem Übernachtungszeug kamen, wurden die Dimensionen deutlicher.
79 Kinder!!! Wie sollen wir das schaffen???
Die Turnhalle glich einem Evakuierungszentrum. (Ich hatte das Gefühl, die Halle platzt aus allen Nähten!)
Nachdem die Kinder ihre „Betten“ gebaut hatten, ging es in Etappen in den Vereinskeller zum Basteln. Wenn wir die helfenden Mütter nicht gehabt hätten, hätten wir aufgeben können. Das brauchten wir zum Glück aber nicht. Alle Kinder, auch die, die sich eigentlich drücken wollten, bastelten etwas für Ostern. Danach brach der Hunger durch! Ursprünglich wollten wir 6 Pizzableche bestellen, hatten dann aber auf 8 Bleche aufgestockt. Das war aber bei den vielen hungrigen Mäulern auch noch zu wenig. Nachdem dann noch zwei Mal Pizza nachgeholt worden ist, hatten auch die Betreuer die Chance, etwas zu essen. Um 23.00 Uhr wurde dann die „Gute Nacht Geschichte“ vorgelesen und um 24.00 Uhr war es schon ziemlich ruhig in der Turnhalle. Einige Kinder scheinen allerdings an akuter Blasenschwäche zu leiden, sie mussten ungefähr alle 5 Minuten zur Toilette gehen. Aber auch das wurde durch die herumschleichenden Betreuer irgendwann langweilig und um 1.00 Uhr war wirklich Ruhe.
Die Zeit wurde dann von den Betreuern ausgenutzt um das Frühstück vorzubereiten, das heißt, es wurden schon mal 20 Liter Kakao angerührt.
Um 7.15 Uhr kamen die ersten fleißigen „Frühstückshelfer“ mit den Brötchen. Jetzt hieß es: schmieren, schmieren, schmieren! Kurz vor 8.00 Uhr mussten wir die Kinder wecken! Nachdem alle im Vereinskeller eingetrudelt waren, gab es eine Art „Massenabfertigung“: Brötchen, Milch, Kakao, Wasser, Apfelschorle. Jeder bekam das, was er wollte. Nach dem gelungenen Frühstück fingen die Kinder an ihre Sachen einzupacken. Gegen 9.30 Uhr kamen die Eltern um ihre Sprösslinge wieder abzuholen.
Viele Eltern hatten tatsächlich die „sturmfreie Bude“ genutzt, um ins Kino zu gehen, um ein Restaurant aufzusuchen oder um Freunde zu besuchen. Es war also für alle Beteiligten ein wunderschöner Abend oder eine wunderschöne Nacht!
Nachdem alle Kinder abgeholt waren, (nur eine Mutter hatte die Umstellung der Uhr vergessen) konnten die Betreuer sich noch einmal ins Zeug legen und putzen. Wenn die Turnhalle leer ist, ist sie ziemlich groß und man kann viel fegen! Wenn 79 Kinder zur Toilette müssen, sind 6 Toiletten ziemlich wenig, wenn man sie putzen muss, sind es doch viele. Aber auch das haben wir gemeinsam geschafft! Gegen 11.30 Uhr konnten dann auch die Betreuer, zufrieden, müde und geschafft, den Heimweg antreten und den restlichen Sonntag genießen. Ich möchte mich noch einmal recht herzlich bei den „Bastelmüttern“ und den „Frühstückshelfern“ bedanken. Ohne eure Hilfe wären wir aufgeschmissen gewesen!
Birgit und der Jugendausschuss





